Multipor: Auch nach 20 Jahren schadensfrei und voll funktionsfähig

Gutachten Überprüfung Multipor Fassade

Xella Deutschland wollte es genau wissen und ließ bei einem Einfamilienhaus aus den 50er Jahren das vor 20 Jahren entwickelte und dort eingebaute Wärmedämmverbundsystem aus den damals neuen Multipor Mineraldämmplatten von einem unabhängigen Sachverständigen überprüfen. Das Ergebnis: Unter der dicken Putzschicht kam ein stabiler, funktionstüchtiger sowie trockener Dämmstoff zutage.

Das Einfamilienhaus in Stulln wurde in den 50er Jahren gebaut und vor 20 Jahren umfassend gemäß den damaligen Standards entsprechend energetisch modernisiert. Dabei erhielt die Fassade ein Wärmedämmverbundsystem aus Multipor Mineraldämmplatten. Die Eigentümer hatten sich seinerzeit bewusst für den neu entwickelten, ökologischen Dämmstoff entschieden, der in einem umweltfreundlichen Prozess ausschließlich auf der Basis von Kalk, Sand, Zement und Wasser hergestellt wird. Auch nach dem langen Zeitraum ist die Fassade äußerlich intakt und machte außer der üblichen Verschmutzung und der kaum wahrnehmbaren Dübel-abzeichnungen einen guten Eindruck. Mängel oder Schäden konnten zumindest visuell nicht festgestellt werden. Der Eigentümer plante, die Fassade neu zu streichen. Damit ergab sich die Möglichkeit, die Fassade vorher zu öffnen, um den tatsächlichen Zustand des Wärmedämmverbundsystems zu überprüfen. Hersteller Xella Deutschland beauftragte den unabhängigen Gutachter Michael Hladik damit, den Zustand zu befunden und zu dokumentieren.

Der Sachverständige bestätigte zunächst den optisch einwandfreien Zustand der Gebäudehülle und betonte: „Ursache der Vergrauungen sind vor allem auf Staub-Immissionen aus der Umgebung zurückzuführen. Ansätze von mikrobiellem Befall waren nicht erkennbar.“ Zur genaueren Prüfung legte der Sachverständige insgesamt vier kritische Stellen auf der Wetterseite des Hauses fest. Zunächst wurde an einer Fensterecke im ersten Stock eine Öffnung vorgenommen sowie eine weitere im Erdgeschoss im Bereich einer Fensterbank. Das Ergebnis: In beiden Fällen zeigte das Multipor Wärmedämmverbundsystem keinerlei Auffälligkeiten. Feuchteeintritte und Hohlstellen waren weder im direkt hinter der rissfrei gebliebenen Deckschicht noch bei den diesbezüglich gefährdeten An- und Abschlüssen der Deckschicht erkennbar.

Ebenfalls konnten vom Gutachter keine Ansätze von Algen und Pilzen nachgewiesen werden, die bei Wärmedämmverbundsystemen oft Ursache für Reklamationen sind. Im Gutachten wird dies darauf zurückgeführt, dass die Systemkomponenten aus bewehrtem Unterputz, mineralischem Oberputz sowie mineralischem Dämmstoff eine homogene Einheit bilden. „Das mineralische System,“ so die Expertise, „nimmt einerseits Feuchtigkeit auf und trocknet andererseits rasch wieder ab.“ Damit stehe die wichtigste Lebensgrundlage für mikrobiellen Befall, nämlich Feuchtigkeit, nicht ausreichend zur Verfügung.

Da das Ergebnis an zwei äußerst kritischen Stellen positiv ausgefallen war, wurde auf das Öffnen der beiden anderen ursprünglich vorgesehenen Stellen verzichtet, um eine offensichtlich intakte Fassade nicht unnötig zu zerstören. Untersuchungen der entnommenen Proben im Labor der Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH bestätigten die Feststellungen des Gutachters bezüglich des trockenen Zustandes und des Lambdawertes.

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